Monatskommentar März 2019

 

Der Börsenstart 2019 hat sich vermutlich niemand auch nur in den kühnsten Träumen so ausgemalt. Nicht die eingesetzten Vermögensverwalter und wir selbst auch nicht. Trotz des weltweit rückläufigen Gewinnwachstums der Unternehmen steigen die Aktienkurse – was ist die Ursache?

 

Entscheidender Wegbereiter bleibt die Notenbankpolitik. Fed-Chef Jerome Powell hat sozusagen nun auch offiziell das Ende der Zinserhöhungspolitik in den USA verkündet und wird bereits im September auch die Nettoverkäufe von Anleihen zur Straffung der Bilanz wiedereinstellen.
Zusätzlich entwickelt der Kapitalmarkt das Vertrauen, dass bei Verschlechterung der konjunkturellen Frühindikatoren die US-Notenbank sogar die Leitzinsen wieder senken könnte und damit einer Rezessionsbedrohung massiv entgegenwirken.

 

In Europa garantiert Mario Draghi mittlerweile Nullzinsen bis ins Jahr 2020. Er beschleunigt damit den Renditeverfall von sicheren Bundesanleihen; so müssen Investoren per Ende März wieder in eine negative Rendite (- 0,12 % p.a.) von zehnjährigen Bundesanleihen einwilligen, Kosten nicht einmal eingerechnet.

 

Wie weit nun das zurückgewonnene Vertrauen in die Fortsetzung der Niedrigzinspolitik die Aktienkurse noch trägt, bleibt offen. Deshalb halten wir eine Erhöhung der Aktienquote nach diesem Anstieg als verspätet.

 

Wie schon im Februar geschrieben, entwickeln sich die Zielfonds der Vermögensverwalter bei weitem nicht so stark als die großen Indizes. Im März mussten sie sogar einen Rückgang verzeichnen. Die auf Fundamentaldaten ausgewählten Aktien werden momentan von der breiten Anlegerschicht nicht beachtet, offensichtlich fließt das ganze Geld in erster Linie in Indexfonds und treibt so die Indizes in die Höhe.

 

Die Zielfonds bewegten sich im März in einer Bandbreite zwischen +2,9% und -1,86%.

Zum Monatsende lag die Nettoaktienquote (Bruttoaktienquote abzüglich Absicherung) bei 10%.
In Liquidität und Geldmarktfonds hält der Fonds derzeit 28%.

 

Monatskommentar Februar 2019

 

Auch im Februar haben die großen Indizes der Aktienbörsen weitere Zuwächse verbucht. Man fragt sich, wie das angesichts der Rezessionsbefürchtungen aufgrund der schwächeren Frühindikatoren für die Konjunktur und bei Krisenherden wie Brexit und dem Handelskonflikt zwischen den USA und  China oder auch Europa sein kann. Auch das Gewinnwachstum der Unternehmen ist rückläufig, ebenfalls ein wichtiger Faktor für die Aktienentwicklung.

 

Eine Antwort ist, dass der Aktienmarkt offensichtlich noch immer sehr stark auf mögliche Veränderungen der Notenbanen reagiert.
In Europa unternimmt die EZB und ihr Chef Mario Draghi alles in ihrer Macht Stehende,
um mit Nullzinsen möglicherweise sogar über 2019 hinaus die Konjunktur zu stimulieren und
Probleme (Brexit, Italien in der Rezession) zu lösen.
Fed-Chef Jerome Powell hat die totale Kehrtwende vollzogen. Es dürften im laufenden Jahr keine weiteren US-Zinserhöhungen zu erwarten sein. Wie weit das zurückgewonnene Vertrauen in die Fortsetzung der Niedrigzinspolitik die Aktienkurse kurzfristig noch trägt, bleibt offen.

 

Die Vermögensverwalter der Zielfonds halten in erster Linie werthaltige Valueaktien. Die gehaltenen Aktien habe sich jedoch nicht so stark entwickelt wie die klassischen Aktien in den großen Indizes, z.B. dem DAX. Dies führte dazu, dass trotz einer Nettoaktienquote von circa 9%, die partielle Absicherung über einen DAX-ETF sich negativ auf die Perfomance auswirkte.

 

Die Zielfonds bewegten sich im Februar in einer Bandbreite zwischen +1,48% und -3,34%.

Zum Monatsende lag die Nettoaktienquote (Bruttoaktienquote abzüglich Absicherung) bei 9%.
In Liquidität und Geldmarktfonds hält der Fonds derzeit 29%.

 

Monatskommentar Januar 2019

 

An den Finanzmärkten hat der Januar eine Trendwende mit sich gebracht. Nachdem es im Dezember noch zu  einem regelrechten Ausverkauf an den internationalen Aktienmärkten kam, haben sich die Sorgen scheinbar  einstweilen in Luft aufgelöst.

 

Unterstützt wird diese Bewegung vor allem durch die USA. Der amerikanische Notenbankpräsident signalisierte jüngst, dass sich die Fed, was weitere Zinserhöhungen betrifft, derzeit in einer Warteposition befindet. Manche Marktteilnehmer deuten dies mittlerweile als das Ende der Zinserhöhungen und erwarten sogar als nächsten Schritt eine Zinssenkung. Weiters scheint eine Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China näher zu kommen.

 

Die Vermögensverwalter der Zielfonds haben nur teilweise an der Erholung partizipiert, da sie zurückhaltend agieren und entsprechend die Aktienquote niedrig halten, weil sie wesentliche Probleme nach wie vor nicht als gelöst sehen. Das langsamere Wirtschaftswachstum in den großen Wirtschaftsmärkten der Welt, vor allem in China hat auf Deutschland als Exportnation spürbare Auswirkungen.

 

Die Zielfonds bewegten sich im Januar in einer Bandbreite zwischen +4,05% und -5,65%.

Zum Monatsende lag die Nettoaktienquote (Bruttoaktienquote abzüglich Absicherung) bei 5,4%.
Diese niedrige Aktienquote ist zum einen durch die starke Absicherung des Fondsmanagers des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen bedingt. Zum anderen wurde aufgrund des starken Anstiegs im Januar und der ungelösten Probleme beispielsweise in Italien die Absicherung in der zweiten Januarhälfte um 5% erhöht.

In Liquidität und Geldmarktfonds hält der Fonds derzeit 30%.

 

Monatskommentar Dezember 2018

 

Im Dezember kam es zu einem regelrechten Ausverkauf an den internationalen Aktienmärkten. Dabei gab es eine Kombination aus verstärkten globalen Konjunktursorgen aufgrund des Handelsstreits zwischen den USA und China und der EU, Angst vor einer nach wie vor zu straffen US-Geldpolitik.

 

Leider konnten auch die Vermögensverwalter der Zielfonds in diesem Monat, wie schon den Großteil des Jahres, den Rückgang zeitlich nicht richtig bzw. rechtzeitig absichern.

 

Beispielsweise ist der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen schon seit Jahren eine der Hauptpositionen im Fonds. 2011 beendete der DAX das Jahr mit -14,8%, der Frankfurter Aktienfonds erreichte im Gegenteil +15,8%. Das war ein bedeutender Grund, warum er dann in den LogiInvest eingesetzt wurde. Leider gelang dem Fondsmanager dieses außergewöhnliche Ergebnis 2018 nicht, das Ergebnis war diesmal -12,8%, zum Vergleich der DAX -18%. Ähnlich enttäuschend verlief auch die Entwicklung der zweiten Hauptposition, dem KR Deutsche Aktien Spezial. Ebenfalls bisher ein sehr stabiler Fonds, 2018 aber -10,5%.

 

Insgesamt bewegten sich die Zielfonds im Dezember in einer Bandbreite zwischen +1,5% und -5,2%.

 

Zum Monatsende lag die Nettoaktienquote (Bruttoaktienquote abzüglich Absicherung) bei 15%.

In Liquidität und Geldmarktfonds hält der Fonds derzeit 24,5%.

 

Monatskommentar November 2018

 

Nachdem die US-Wahlen keine unerwarteten Ergebnisse brachten und sich die internationalen politischen Forderungen Trumps etwas entspannten, stabilisierten sich die US-Aktienmärkte im November. Aber eine endgültige Einigung steht nach wie vor aus, so muss man weiterhin mit Schwankungen rechnen.
Entgegen der saisonalen Erwartung verliert jedoch der DAX auch im November (-1,7%) und generell bleiben vor allem die Nebenwerte in Europa unter Druck.

Nachdem die Märkte nach den üblichen technischen Indikatoren und den Stimmungsindikatoren deutlich überverkauft sind, erhöhte vor allem der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen seine Aktienquote auf 80%. Er ist seit langem eine der größten Positionen im Fonds. Den November kann er positiv mit +0,77% abschließen, er liegt aber dieses Jahr zum 30.11. noch mit 8,05% im Minus.

Umso mehr schwächelt leider die aktuell größte Fondsposition Melchior Velox mit -1,28%.

Insgesamt bewegten sich die Zielfonds in einer Bandbreite zwischen +1,74% und -1,28%.
Wir haben bereits im Laufe des Septembers alle reinen Aktienfonds verkauft, der Aktienanteil befindet sich nur mehr ausschließlich in den vermögensverwaltenden Fonds.

Zum Monatsende stieg die Nettoaktienquote (Bruttoaktienquote abzüglich Absicherung) vor allem durch die Erhöhung im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen wieder auf über 21%.

 

In Liquidität und Geldmarktfonds hält der Fonds derzeit 25,1%.

 

Monatskommentar Oktober 2018

 

Im Oktober haben auch die amerikanischen Märkte dem Druck nach unten nicht mehr Stand gehalten. Sowohl die US-Märkte, als auch die europäischen Märkte gaben stärker nach. S&P 500 -6,9%, DAX -6,5%. Einzig die Edelmetalle konnten nach einer langen Durststrecke wieder einen positiven Monat verzeichnen, Gold +3,2%, Silber +0,8%. Sie bleiben aber dieses Jahr im Minus, Gold -5,1%, Silber -14,5%. Angaben jeweils in USD.

 

Das Ende des billigen Geldes in den USA und die nicht gelösten Probleme in Europa, vor allem die Schulden- und Bankenproblematik Italiens und die Angst vor einem unkontrollierten Brexit rückten erneut in den Fokus.

 

Vorerst beruhigten sich die Märkte wieder, was nach diesem starken Rückgang auch zu erwarten war. Die Probleme sind jedoch noch nicht gelöst.

 

Die Zielfonds bewegten sich in einer Bandbreite zwischen -0,73% und -8,55%.

 

Wir haben die Aktienquote im Laufe des Oktobers in mehreren Stufen nochmals weiter um 15% verringert, also fast halbiert. Dabei haben wir alle reinen Aktienfonds verkauft, der Aktienanteil befindet sich nur mehr ausschließlich in den vermögensverwaltenden Fonds.

 

Zum Monatsende betrug die Nettoaktienquote (Bruttoaktienquote abzüglich Absicherung) nur mehr 17%.

 

Monatskommentar September 2018

 

Die US-Märkte konnten im September erneut etwas zulegen, S&P 500 +0,4%. Mit Apple und Amazon erreichten gleich zwei Unternehmen das erste Mal in der Geschichte einen Marktwert von einer Billion USD. Amazon widmet sich als Pionier des Onlineverkaufs der Umsetzung des kassenlosen Filialkonzeptes Amazon Go. Bis 2021 soll das Konzept an 3.000 Standorten präsent sein.

 

Europäische Aktien wurden erneut zu tieferen Kursen gehandelt. Auffällig ist dabei vor allem die Schwäche der Nebenwerte bzw. kleineren Firmen. Während der DAX mit -0,9% den Monat abschließt, verliert der MDAX 3,4% und der SDAX sogar 5,2%.

 

In Europa rückt vor allem die Schulden- und Bankenproblematik Italiens in den Fokus. Der Renditeunterschied von zehnjährigen italienischen Staatsanleihen zu zehnjährigen Bundesanleihen steigt auf 2,6 Prozentpunkte. Für die EZB wird es dadurch schwierig einen Weg aus der Nullzinspolitik zu finden, obwohl die Teuerungsrate den Zielwert von 2 % nahezu erreicht hat. Und auch die Aussicht auf einen ungeordneten Brexit ohne Abkommen drückt die Stimmung.

 

Die beiden größten Positionen der Zielfonds tragen in diesem Monat mit den größten Rückgängen der Zielfonds bei, Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen -3,05%, KR Deutsche Aktien Spezial -1,99%. Die Zielfonds bewegten sich in einer Bandbreite zwischen +2,27% und -3,05%.

 

Wir haben die Aktienquote im September um 5% verringert. Zum Monatsende betrug die Nettoaktienquote (Bruttoaktienquote abzüglich Absicherung) 32%.

 

Ältere Monatskommentare finden Sie auf der Webseite www.logiinvest-news.de.

 

Aufgrund technischer Probleme ist diese Webseite derzeit leider nicht erreichbar.

Faktenblatt

LogiInvest-Factsheet.pdf
PDF-Dokument [345.1 KB]

Kontakt und Anschrift

LogiInvest GmbH

Lena-Christ-Str. 44

82152 Planegg

 

Tel. 089 89543184-88

Fax 089 89543184-99

 

info(at)logiinvest.com

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© © LogiInvest GmbH - 82152 Planegg b. München