Vorteile der vermögensverwaltenden Strategie

  1. Wenn Sie das nächste Mal im Radio oder Fernsehen hören, dass die Börse wieder einmal kräftiger nach unten geht (was regelmäßig passiert, das gehört zum „Börsenspiel“), können Sie sich entspannt zurücklehnen und zu sich sagen: „Das beunruhigt mich überhaupt nicht, denn meine Vermögensverwalter verkaufen im Notfall die Aktien!“ – je nach Strategie bis zu 100 %.

    Sie werden zwar auch Schwankungen von 5 %, 10 % oder auch 20 % haben (abhängig von der Risikoklasse der Fonds). Sie brauchen aber keine Angst mehr zu haben, dass Sie 40 %, 50 % oder mehr an der Börse verlieren.
     
  2. Bei herkömmlichen Aktienfonds hat man teilweise zehn Jahre und länger nichts verdient. Die Vermögensverwaltende Strategie führt zu wesentlich kürzeren „Durststrecken“, d. h. Zeiten in denen kein Gewinn oder Ertrag erwirtschaftet wird.

    Aus den Charts der vorangegangenen Seiten sieht man, dass diese Phasen um die drei Jahre dauern konnten. Das heißt, auch wenn jedes Kalenderjahr mit Gewinn beendet wurde, so gab es Einstiegspunkte innerhalb eines Jahres, die erst wieder drei Jahre später erreicht wurden.

    Deshalb ist unsere empfohlene Mindestanlagedauer auch fünf Jahre.

    Warum kann es hier auch drei Jahre dauern?

    Da es an der Börse kurzfristig ständig auf und ab geht, müssten laufend die Aktienpositionen verkauft und wieder gekauft werden bzw. abgesichert werden. Das würde zu große Kosten verursachen und auch der ideale Einstiegs und Ausstiegszeitpunkt kann nicht vorausgesehen werden. Aus diesem Grund sind die Stopkurse (das ist der Preis einer Aktie, bei dem die Aktie verkauft wird, sobald sie diesen unterschreitet) je nach Risikoklasse unterschiedlich weit vom aktuellen Kurs entfernt. Das führt auch bei den vermögensverwaltenden Fonds zu Kursschwankungen und Abwärtsbewegungen von 5 %, 10 % oder auch 20 % (je nach Risikoklasse des Fonds).
 
 

Nachteile der vermögensverwaltenden Strategie

  1. Da das Augenmerk auf Verlustvermeidung und nicht auf „Gewinn um jeden Preis“ gelegt wird, wird es immer Fonds und vor allem Aktien geben, die kurzfristig besser ab-schneiden werden. Sie dürfen nicht erwarten, dass Sie in einzelnen Jahren Spitzenrenditen wie mit einem Schwellen-länderfonds (Lateinamerika, Asien, Osteuropa) oder Themenfonds (Gold, Energie,…) erreichen werden.

    40 %, 70 % Gewinn oder mehr werden Sie aufgrund der Vorgehensweise nicht erreichen. Aber dafür auch keine
    40 %, 70 % oder mehr Verluste!

  2. Manche Vermögensverwalter gehen bei einem Kursrückgang immer wieder völlig aus dem Börsenmarkt heraus und investieren erst wieder, wenn sich ein beständiger Aufwärtstrend abgezeichnet hat. Aufgrund der selbst gesetzten Vorgabe „beständiger Aufwärtstrend“ hinken sie so einem Börsenanstieg im Extremfall bis zu 8 Wochen hinterher.

Beispiel:

Der Markt geht zurück, der Vermögensverwalter steigt nach 5 % Minus aus. Erst nach einem 8-wöchigen Anstieg wird wieder eingestiegen. (Alles vereinfacht dargestellt).

Die sicherheitsorientierte Strategie war positiv:

 

Erst im Frühjahr 2003 war wieder ein 8-wöchiger Anstieg. Man hat sich ca. 40 % Verlust erspart.

Die sicherheitsorientierte Strategie war nachteilig:

 

Wäre man investiert geblieben, dann hätte man ca. 4 % mehr.

 

In Börsenphasen, in denen auf einen stärkeren Kursverlust relativ kurzfristig auch wieder ein starker Kursanstieg folgt, wäre

es besser, investiert zu bleiben. Nur weiß niemand im Voraus, ob es nicht noch länger und noch stärker nach unten geht.

 

Hier hinkt man dem Index und herkömmlichen Aktienfonds hinterher.

 

Genau dieses Szenario kann dazu führen, dass man durch die Medien nebenbei mitbekommt, dass die Börse ganz gut gestiegen ist. Auf seinem Depot erzielt man in solchen Phasen jedoch, aufgrund der konservativen Strategie, nahezu keine oder sogar negative Ergebnisse.